Porselener
Dreikampf erfolgreich abgeschlossen!
Am 24. Juli 2002
war es soweit: Zum ersten Mal in der Geschichte des Ortes fand der
"Porselener Dreikampf" statt.
Was war passiert? Michael Tiede, Bewohner der Rurtalstraße 28, lud
seine Arbeitskollegen aus dem Zentrum für Verifikationsaufgaben der
Bundeswehr (durchführende Dienststelle für Aufgaben der
internationalen Rüstungskontrolle in Deutschland) in Geilenkirchen zu
einem Wettkampf der besonderen Art ein, der die Herkunft des
Veranstalters nicht verleugnen kann: Der Dreikampf bestand aus den
Disziplinen Kloatscheeten (nach Bentheimer Art), Boule (à la
normandie) und Teebeutelweitwurf in ostfriesischer Tradition ein.
Das Kloatscheeten ist eine Art Boßeln, wie es in Norddeutschland sehr
verbreitet ist. Zwei Mannschaften versuchten dabei, mit zwei schweren
Kunststoff-Metall-Scheiben mit möglichst wenig Würfen von Uetterath
nach Porselen zu gelangen. Nur in der Grafschaft Bentheim und im Raum
Lingen wird mit solchen Scheiben gespielt, ansonsten sind eher schwere
Kugeln üblich. Die Siegermannschaft brauchte lediglich 45 Würfe.
Jeder erfolgreiche (= weite) Wurf wurde mit einem Schluck Jever (mit
scharfem "v"!) kurz gefeiert, so dass die Gruppe gut
erheitert an der Ziellinie kurz vor dem Friedhof ankam.
Sodann wurden vier neue Mannschaften gebildet, die sich im hinlänglich
bekannten Boule (oder auch "Petanque" genannt) auf den Wegen
des Parkgeländes übten. Auch hier wurde je nach Anlaß entsprechend
gefeiert.
Zum Schluss wurde im Teebeutelweitwurf eine Einzelwertung durchgeführt.
Der Teebeutelweitwurf ist Pflichtaufgabe im Ostfriesenabitur (Abnahme
der Prüfung in Wittmund). Dieser Teil des Wettkampfs fand auf dem erhöhten
Podest im Park - bis zum großen Brand 1985 Gelände der Schuhfabrik
"Baltes" - statt. Die dort erzielten Leistungen waren mehr
als erstaunlich. Der Gesamtsieger, D. Czernewski aus Aachen, hat es
geschafft, einen 2,8g-2-Kammerbeutel eines namhaften Teeherstellers über
13m weit zu schleudern. Der Beutel landete außerhalb (!) des Podestes
auf dem angrenzenden Bürgersteig. Da konnten alle anderen einpacken.
Der Freuden-Luftsprung des Siegers fiel entsprechend ambitioniert
aus...
Gefeiert wurde abschließend im Heim des Veranstalters mit einem zünftigen
Abendessen nach oldenburg-ammerländer Art (da durfte der 56%ige
Friesengeist natürlich nicht fehlen). Spaß haben jedenfalls alle
Beteiligten gehabt - und da soll doch mal einer sagen, in Porselen sei
nix los.
Apropos: ein Teebeutel landete im auf dem Podest befindlichen Baum und
baumelt vermutlich jetzt noch in der Krone. Wenn der Herbst kommt und
die Blätter fallen, wird wahrscheinlich auch ihn dieses Schicksal
ereilen...
Fazit: Zur Nachahmung dringend empfohlen!
Impressum: michaeltiede@web.de
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